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Zimmerer

Ein Zimmerer oder Zimmermann ist ein Beruf des Holzbaugewerbes. Die Mehrzahl lautet Zimmerleute, die weibliche Form Zimmerin. Oft bildeten sich talentierte Zimmermeister früher zum Baumeister weiter.

Etymologie

Der Begriff hat sich ebenso wie Zimmer aus mittelhochdeutsch zimber und althochdeutsch zimbar, was „Bauholz“ und davon abgeleitet „Bau“ bedeutet, gebildet.[1] Die ursprüngliche Bedeutung „Bauholz“ (germanisch *timbra-) ist zum Beispiel in Englisch timber und Schwedisch timmer erhalten geblieben.

Berufsbild und Berufsprofil

Zimmerer und Zimmerin sind Berufe der Sparten Bauwesen und Holzverarbeitung. Zimmerleute fertigen, errichten und reparieren Bauwerksteile, wie Dachkonstruktionen, Fachwerk, Balkone und Veranden und Innenausbau (Wandverkleidungen, Fußböden und Holzdecken, Treppen, zusammen mit dem Bautischler), und auch ganze Bauwerke aus Holz (Block- und Fertighäuser, Nebengebäude – etwa Carports, Baracken, Lagerhallen, landwirtschaftliche Nebengebäude). Auch der Ingenieurholzbau (Brücken, Türme, Wasserbau, Landschaftsbau und ähnliches) gehört zum Berufsfeld. Daneben umfasst die Tätigkeit auch Verschalungen im Betonbau, Wärme- und Schalldämmungen sowie Feuchtigkeits- und Holzschutz.

Eine Sonderform sind die Schiffszimmerleute (Bootsbau, Schiffbau).

Zu den Anforderungen an Zimmerleute gehören die Fähigkeit, nach Bauzeichnungen zu arbeiten, Kenntnisse der Bauerrichtung und Bauplanung und Kenntnisse um das Material Holz. Die Beschäftigung findet – hauptsächlich in Klein- und Mittelbetrieben – in Zimmereien, Holzbaubetrieben sowie Hoch- und Tiefbauunternehmen statt. Der Arbeitsmarkt für Zimmerleute ist von der Baukonjunktur abhängig und damit auch meist saisonalen Schwankungen (Saisonarbeit) unterworfen. Das Bauwesen erfordert auch die Bereitschaft zu Montagearbeit.

Der heutige Beruf teilt sich in die Arbeitsfelder Werkstatt (Vorfabrikation von Elementen, Lagerhaltung der Baumaterialien) und Baustelle (Außenmontage, Innenausbau). Die Arbeiten der Montagevorbereitung und Montage nennt man in der Zimmerei den Abbund.

Voraussetzungen

Als Voraussetzungen sollte ein Zimmerer Fähigkeiten wie handwerkliches Geschick, räumliches Vorstellungsvermögen und technisches Verständnis mitbringen. Zimmerer arbeiten fast ausschließlich gemeinsam, hohe Teamfähigkeit ist notwendig, aber auch hohe Eigenverantwortung. Zimmererarbeit ist körperliche Schwerarbeit, das Arbeitsumfeld umfasst den Umgang mit schweren Baustoffen (schweres Heben, schweres Tragen) und mit Maschinen, und die Außenarbeit und Wetterausgesetztheit (Hitzebelastung, Kältebelastung, Nässebelastung) sowie Höhenarbeit, und insgesamt wie die meisten Bauberufe Schmutzbelastung, Staubbelastung, Lärmbelastung und erhöhte Verletzungsgefahr, darum sollten robuste Gesundheit und körperliche Belastbarkeit, Körperkraft und Beweglichkeit, Schwindelfreiheit und Trittsicherheit vorhanden sein.

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