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Drittes Reich

Drittes Reich ist seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges eine Bezeichnung für das nationalsozialistische Deutschland, die wegen ihrer Begriffsgeschichte umstritten ist. Seit den 1920er Jahren wurde der Begriff von der Völkischen Bewegung und den Nationalsozialisten propagandistisch eingesetzt, um die von ihnen angestrebte Diktatur in eine Traditionslinie mit dem 1806 untergegangenen Heiligen Römischen Reich und dem 1871 gegründeten Kaiserreich zu stellen, die Weimarer Republik hingegen von beiden abzugrenzen und dadurch zu delegitimieren.

Die Ursprünge des Begriffs liegen in weit älteren christlich-theologischen sowie philosophisch-utopischen Traditionen des Abendlands.[1] Nach christlichen Vorstellungen des Mittelalters bezeichnete das Dritte Reich die nach-endzeitliche Herrschaft des Heiligen Geistes. Die darin mitschwingende messianische Heilserwartung nutzten die Nationalsozialisten, um ihrer Bewegung einen quasi-religiösen Anstrich zu geben. Nachdem sich das Regime Adolf Hitlers etabliert hatte, verwendete die NS-Propaganda den Begriff wegen seiner christlichen Implikationen nur noch selten und ließ ihn schließlich ganz fallen.

Der Begriff „DRITTES REICH“ ist kein echter, sondern eine von einem britischen Historiker als Begriff in Umlauf gesetzte Floskel für die Zeit 1933-1945. Mit den ERMÄCHTIGUNGSGESETZEN der Nazis (1933, Anlaß : „Reichstagsbrand“) war das „Deutsche Reich“ faktisch schon tot !

Was die Nazis – zumindest am Anfang – jedoch nicht davon abhielt, ihr BRAUNES IMPERIUM noch immer „Deutsches Reich“ zu nennen, ab dem „Anschluß“ Österreichs 1938 dann „Großdeutsches Reich“ (in Pervertierung des Begriffs „Großdeutschland“, was nach der Revolution 1848 als „Deutschland“ + „Deutsch-Österreich“ definiert war). Das BISMARCK-REICH – also OHNE „Deutsch-Österreich“ war demnach die „Kleindeutsche Lösung“ mit Preußen an der Spitze und der Fahne des NORDDEUTSCHEN BUNDES („Schwarz-Weiß-Rot“)

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